Deutschland hat sich mit dem 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste vorzeitig für das Sechzehntelfinale der WM 2026 qualifiziert. Dabei war es ein deutlich schwierigerer Abend als beim 7:1 gegen Curaçao. (
Besonders bemerkenswert: Manuel Neuer stellte mit seinem Einsatz einen weiteren WM-Rekord auf und führte die DFB-Elf als erfahrener Rückhalt aufs Feld. Sportlich begann die Partie allerdings unerquicklich. Ein frühes deutsches Tor wurde wegen einer umstrittenen Entscheidung nicht anerkannt, was sichtbar Wirkung zeigte. Deutschland verlor anschließend den Rhythmus, wirkte im Aufbau zu ungenau und ließ sich von den aggressiven Ivorern den Schneid abkaufen.
Die Elfenbeinküste nutzte diese Phase konsequent aus und ging durch Franck Kessié verdient mit 1:0 in Führung. Vor allem über die rechte deutsche Defensivseite entstanden immer wieder Probleme. (DIE WELT)
Nach der Pause fehlte Deutschland zunächst weiterhin die Klarheit im Spiel. Erst die Wechsel von Bundestrainer Julian Nagelsmann brachten die Wende. Vor allem Deniz Undav erwies sich als Matchwinner: Der Joker glich zunächst zum 1:1 aus und erzielte in der Nachspielzeit sogar noch den Siegtreffer zum 2:1.
Unterm Strich war es kein glanzvoller Auftritt, aber ein wichtiger Sieg. Die Mannschaft bewies nach Rückstand Moral und gewann ein Spiel, in dem sie lange nicht ihre beste Leistung zeigte. Gerade solche Partien sind bei großen Turnieren oft entscheidend. Gleichzeitig hat das Spiel gezeigt, dass Deutschland gegen physisch starke und schnelle Gegner defensiv noch anfällig ist. Die Qualifikation für die K.-o.-Runde steht, doch für den weiteren Turnierverlauf wird eine Leistungssteigerung nötig sein. (DIE WELT)