Am 1. Dezember beginnt der meteorologische Winter. Während der kalendarische Winter erst mit der Sonnenwende am 21. Dezember einsetzt, haben sich Meteorologen schon vor rund 150 Jahren bewusst für einen früheren, festen Start entschieden.
Der Grund liegt in der Geschichte der Wetteraufzeichnung:
Bereits im 19. Jahrhundert begannen staatliche Wetterdienste in Europa, Temperaturen und Niederschläge systematisch zu messen. Um diese Daten verlässlich vergleichen zu können, brauchte man gleich lange und konstant definierte Zeiträume. Die astronomischen Jahreszeiten verschieben sich jedoch jedes Jahr leicht – mal beginnt der Winter am 21., mal am 22. Dezember.
Meteorologen einigten sich deshalb auf ein praktisches System:
- Winter = Dezember, Januar, Februar
- Frühling = März, April, Mai
- Sommer = Juni, Juli, August
- Herbst = September, Oktober, November
Dieses Modell setzte sich im 20. Jahrhundert weltweit durch, weil es Auswertungen von Klimadaten enorm erleichtert. Seither spricht man vom meteorologischen Winterbeginn am 1. Dezember – einer festen Marke, ab der die klimatologische Betrachtung der kältesten Jahreszeit beginnt.
Mit diesem Datum startet nun also offiziell die Zeit der kurzen Tage, frostigen Nächte und typischen Winterwetterlagen. Wetterdienste nutzen den Monatsbeginn zudem traditionell, um erste Winterbilanzen zu ziehen und einen Blick auf mögliche Trends zu geben.