## 📺 **Papa staunt: Das Streaming-Abo läuft weiter – und keiner merkt’s!**
Ein Vater wundert sich über seine Kontoauszüge: Jeden Monat werden **12,99 Euro** abgebucht – obwohl niemand mehr das Streaming-Abo nutzt. Die Familie hatte den Anbieter längst vergessen. Doch als der Vater kündigen wollte, lief die Frist schon lange weiter.
Das **Gericht** stellte klar: Wer ein Abo online abschließt, muss es auch **aktiv kündigen**. Nach **§ 312k BGB** müssen Anbieter zwar einen gut sichtbaren **„Kündigungsbutton“** auf ihrer Webseite anbieten – aber wenn der nicht genutzt wird, verlängert sich das Abo automatisch.
Im entschiedenen Fall hatte der Nutzer nie gekündigt, sondern nur die App gelöscht. Das reichte dem **Bundesgerichtshof (Urteil vom 02.03.2022 – VIII ZR 295/20)** nicht aus:
> „Eine App zu löschen bedeutet nicht, dass der Vertrag endet.“
Der Anbieter durfte also weiter abbuchen – völlig rechtmäßig.
maschinell vertont
### 👁🗨 Was Eltern wissen sollten
* **Apps löschen beendet kein Abo.** Kündigung nur über die Anbieter-Webseite oder den Kündigungsbutton.
* Nach **§ 355 BGB** kann man Verträge nur **innerhalb von 14 Tagen widerrufen** – danach gilt die normale Laufzeit.
* Anbieter müssen den Kündigungsbutton **leicht auffindbar** bereitstellen – meist ganz unten auf der Webseite.
* Nach der Kündigung sollte man **eine Bestätigung per E-Mail** verlangen.
---
**Merksatz der Randowfunk-Redaktion:**
> Löschen ist nicht kündigen – wer klickt, spart.
*(Quelle: BGH, Urteil vom 02.03.2022 – VIII ZR 295/20, § 312k BGB)*